15 Januar – bundesweit Aktionen für Entfristung (#Zukunftsvertrag)

Bis zum 15.Januar müssen die Länder dem Bund ihre Vorstellungen vorlegen, wie sie die Mittela aus dem Zukunftsvertrag „Studium und Lehre stärken“ auszugeben gedanken. Die FAZ berichtete schon, dass viele Länder zu tricksen beginnen. Wir fordern deshalb auf unserem bundesweit stattfindenden Aktionstag klare Ansagen der Länder zur Zurückdrängung des Befristungsirrsinns in der Wissenschaft.

Zur Presseerklärung des Bündnisses hier (ab 15.1.).

Folgende Aktionen sind um den 15. Januar geplant:

Berlin

Freie Universität, Mensa in der Rost- und Silberlaube, Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin, 15.1.2020, 11-14 Uhr, Protesttag des Bündnisses „Frist ist Frust“ für faire Arbeitsverhältnisse an Hochschulen, mit Infostand, Aktionen und Kurzvorträgen. Pressemitteilung von GEW und ver.di & Offener Brief an Staatsekretär Steffen Krach

Brandenburg

Potsdam

Kundgebung vor dem brandenburgischen Landtag, 15.01., 12.00 Uhr im Rahmen der Kampagne Frist ist Frust Brandenburg, mehr & Facebook-Veranstaltungslink

Anschließend ab 13 Uhr öffentliche Sitzung des Ausschusses für Wissenschaft, Forschung und Kultur. Diese beginnt um 13.00 Uhr und Bündnis, NGAWiss und Gewerkschaften sind als Sachverständige geladen. Wir würden uns freuen, wenn ihr noch mehr Zeit mitbringen und auch dort Präsenz zeigen würdet. Dafür muss eine formlose Anmeldung an ausschussawfk@landtag.brandenburg.de gesendet werden (Ausweisdokument nicht vergessen).

Niedersachsen

Göttingen

Universität Göttingen, 14.1., 10-14 Uhr, Go-In „Aktion Klopf“, um mit Kolleg*innen in ihren Büros zu reden, Treffpunkt Heinrich-Düker-Weg 14 (KWZ, Foyer) um 10 Uhr, dann Aktion im Oeconomicum, Z-Campus. Bericht im Göttinger Tagblatt

Hessen

Frankfurt

Goethe-Universität Frankfurt am Main PA-Gebäude, 15.1., 13 – 14 Uhr Sektempfang für Senat und Uni-Leitung – unter dem Motto: „Willkommen im Jahr der Entfristung?“ gibt es Sekt oder Selters.

Frankfurt University of Applied Science, 15.01., 16 – 18 Uhr, Treffen der Lehrbeauftragteninitiative der Frankfurt University. Informationen über Tobias Cepok tcepok@gew-hessen.de

Darmstadt

Universität Darmstadt im alten Hauptgebäude (S1|03 204), 16.01., 17:00 Uhr: Aktionstreffen von TU-Darmstadt unbefristet (NGAWiss) zum Thema „Ende des Befristungswahnsinn?“ mit Gabriel Nyc (verdi) und Tobias Cepok (GEW).

Kassel

15.1., 11 Uhr Unterschriftensammlung und 13 Uhr Fotoaktionen vor der Mensa. Bericht in der HNA:https://t.co/0VhCVJ5nl6

Gießen

JLU Gießen, Dienstag, 14.01., 12-14 Uhr, Philosophicum II, Haus B: Aktive Mittagspause

Marburg

15.01., Planungstreffen für einen „Dies Academicus für gute Arbeit“ (Arbeitstitel), 14:00 Uhr, Unversität, Raum 00039 (G-Gang, PhilFak)

Hamburg

15.1., Transparentaktion am Hauptcampus, dezentrale Flyer- und Posteraktionen an verschiedenen Standorten (Universität Hamburg: Hauptcampus, Überseering, Geomatikum; Uniklinik Eppendorf, Helmut-Schmidt-Universität, Hochschule für Angewandte Wissenschaften: Berliner Tor, Alexanderstraße; Hochschule für Musik und Theater), Fotoaktionen, mehr

Heraus auch zum 2. Mai – damit der Hochschulpakt ein Entfristungspakt wird!

Berlin ++ 2. Mai ++ 13.30 Uhr

Kommt zu unserer Protestaktion vor dem Bildungsministerium am Vortag der Sitzung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz am besten mit Euren Kettenverträgen !

Bund und Länder wollen den „Hochschulpakt“ verstetigen, mit dem jährlich über zwei Milliarden Euro ins Hochschulsystem fließen, um die Lehre bei stark gewachsenen Studierendenzahlen zu sichern. Dauerhafte Mittel bedeuten auch: Dauerstellen für Daueraufgaben sind jetzt konkret möglich! Die Ausrede, die zeitlich begrenzten Mittel ermöglichten nur Fristverträge gilt nicht mehr! Daher fordern wir: Die Personalmittel des neuen Hochschulpakts sind vollständig und verbindlich für neue entfristete Stellen mit fairem Lehrdeputat einzusetzen! 

Am 2. Mai treffen sich die Verantwortlichen der Länder zum ‚Kamingespräch‘ im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Berlin, um die letzten Vereinbarungen vor der  Entscheidung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) am 3. Mai zu treffen. Dies ist unsere Chance, ihnen deutlich zu machen, dass der neue Hochschulpakt zum Aufbruch aus der Befristungsmisere genutzt werden muss. Mit der Kampagne „Frist ist Frust“ haben wir schon über 12.000 Unterschriften gesammelt. Nun gilt es dafür zu sorgen, dass dies auch von denen wahrgenommen wird, die über den Hochschulpakt entscheiden

Die Verhandelnden wissen, dass der Aufbruch möglich ist – aber einige wollen sich einmal mehr davor drücken. Nachdem das BMBF entfristete Stellen als Kriterium der Mittelvergabe ins Spiel gebracht hatte, scheint es dies nach Widerstand aus einigen Ländern fallen zu lassen, um Zugeständnisse an anderer Stelle zu erreichen. Das darf nicht das letzte Wort sein! Unsere Zukunftsperspektiven sind keine Verhandlungsmasse! 

Wir werden am 2. Mai demonstrieren, da es außerhalb ihres Kaminzimmers bereits lange sehr unbequem ist. Etwa 90% des wissenschaftlichen ‚Nachwuchses‘ arbeitet befristet, oft mit extrem kurzen Vertragslaufzeiten, und nur eine kleine Minderheit von uns hat Aussichten auf eine Professur. Dieser Zustand reicht uns nun! Um das deutlich zu machen, protestiert mit uns am 2. Mai. 


Und bringt Eure Kettenverträge gleich mit – gern als (ggf. anonymisierte) Kopie, am besten in wetterbeständiger Klarsichtfolie und an einer Schnur aufgereiht, damit wir gemeinsam eine Menschen- und Kettenvertragskette bilden können.

Wir haben nichts zu verlieren als unsere Kettenverträge!

Ort: Bundesministerium für Bildung und Forschung, Kapelle-Ufer 1, 10117 Berlin (Nähe Hauptbahnhof). 

Zeit: 2. Mai 2019, 13.30-15Uhr

Was könnt Ihr schon vor der Protestaktion tun? Unsere Petition unterschreiben (https://www.openpetition.de/petition/online/frist-ist-frust-entfristungspakt-2019) und Eure Kolleg*innen informieren. Danke!

5. April: Protestaktion vor dem BMBF in Berlin


Berlin, 5. April, 13 Uhr: Protestaktion von Wissenschaftler*innen und Gewerkschaften vor dem Bildungsministerium

Seid dabei!

Mit der Verstetigung des Hochschulpakts planen Bund und Länder den dauerhaften Einstieg des Bundes in die Hochschulfinanzierung. Das Bündnis „Frist ist Frust“ – getragen von der GEW, dem Netzwerk für Gute Arbeit in der Wissenschaft und ver.di sowie unterstützt von vielen weiteren wissenschaftlichen und wissenschaftspolitischen Organisationen – möchte dies nutzen, um eine nachhaltige Beschäftigung des Personals an den Hochschulen voranzutreiben. Wir fordern, die verstetigten Mittel des Hochschulpakts, welcher Zuschüsse von jährlich über 2 Milliarden Euro umfasst, vollständig zur Schaffung von Dauerstellen mit fairer Arbeitslast zu verwenden. Unser Anliegen werden wir bei der für den 5.4. angesetzten, gewohnt nichtöffentlichen Verhandlungen der Staatssekretäre mit einer öffentlichen kreativen Aktion unterstreichen.

Kommt zahlreich und unterstützt unser Anliegen – von Befristung haben wir wahrlich genug. Wir bringen Materialien mit: Transparente, Trillerpfeifen, Kettenverträge zum Zerreißen, Masken mit dem Frist-ist-Frust-Smiley. Kommt dafür möglichst in schwarzer oder zumindest dunkler Kleidung. Und warum nicht auch eigene Schilder zum Frist-Frust mitbringen?

Verschiedene Betroffenengruppen und Aktive werden ihre Sicht der Dinge in Reden darstellen und wir werden laut auf uns aufmerksam machen!

Ort: vor dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, Kapelle-Ufer 1, Berlin (Nähe Hauptbahnhof)

Zeit: Freitag, 5. April 2019, 13 – 14 Uhr (Treffpunkt pünktlich 12: 45 Uhr)